spuren-suche/Audio-Walk

Zur unterschiedlichen Zeit am gleichen Ort: Mit einer Geschichte auf einem MP3-Player im Ohr und einer Sammlung Fotos in der Hand, verfolgst du die Erinnerungsspur eines Mannes, der nach langer Zeit von Belgrad nach Stuttgart zurückgekehrt ist.

Während du seiner Spur folgst, kannst du selbst eine Spur hinterlassen und eröffnest auf diese Weise eine Gleichzeitigkeit aus Abwesenheit und Anwesenheit, Erinnerung und Gegenwart.

spuren-suche_flanerie_1

spuren-suche_flanerie_2

Tina Saum/flanerie spazierte mit Bene, Basti und Veit von der Nikolauspflege, um mehr über die Wahrnehmungsweise von blinden Menschen im städtischen Alltag zu erfahren. Simon Marić, Schriftsteller und Mitglied der Goethe-Guerillas aus Belgrad/Serbien, verknüpfte die Erfahrungen der Drei mit seinen eigenen Eindrücken, die er auf Streifzügen durch Stuttgart sammelte und schrieb die Geschichte für das Hörspiel.

Pausen spielten in diesem Hörspiel eine wichtige Rolle. Durch die Pausen wurde die Gegenwart jedes Einzelnen, der den Audio-Walk gemacht hat, Teil der Geschichte.

Zu diesem Audio-Walk gehörten zudem Fotos von sieben Orten in Stuttgart. Mit den Fotos stellte man sich seinen Weg zu diesen Orten selbst zusammen. Eigene Eindrücke und Erinnerungen konnten auf den Fotos festgehalten werden.

Entstanden ist das Projekt im Rahmen unserer Forschungsreihe umwege & unorte.

HÖR-AUSSCHNITTE HIER UND HIER

 

spuren-suche (= searching of traces)
audio walk through Stuttgart

Same place, another time: With a story on a mp3-player and a collection of photos, you  follow the traces of memory of an old man who came back from Belgrade to Stuttgart. While you are following his traces you even leave behind traces of your own.

Tina Saum/flanerie walked together with Bene, Basti and Veit from Nikolauspflege in Stuttgart. She wanted to know more about the perceptions of blind people in their daily life. Simon Marić, a writer and member of Goethe-Guerillas from Belgrade/Serbia, walked through Stuttgart for his first time. Combining the experiences of blind people and his own impressions, he wrote the story for the audio-play.

The audio play was created with silent intervals. These intervals played an important role in the audio play as they enabled a person, taking the audio walk, that he/she was becoming a part of the whole story.

Everyone could create her/his own walking route with photos from seven places in Stuttgart. On the photos, people could note their own impressions and memories attached to these seven places.

We developed this project in the context of our project umwege & unorte (= detours & non-places).

 

TEAM

Idee & Organisation: flanerie

Hörspiel
Inszenierung: Tina Saum/flanerie
Text & Musik: Simon Marić
Sprecher: Stjepan Marković
Übersetzung: Serbisches Akademikernetzwerk – Nikola Tesla, Goethe-Guerillas/Goethe-Institut Belgrad, Dijana Antunović
Ton & Technik: Tonschieber

Fotos:
Harald Völkl

Graphik: Juliane Saum

 

WIR DANKEN FÜR DIE UNTERSTÜTZUNG
Kulturamt der Landeshauptstadt Stuttgart,  Baden-Württemberg Stiftung, Wirtschaftsförderung Region Stuttgart und Bürgerstiftung Stuttgart, Serbisches Akademikernetzwerk – Nikola Tesla, Stadtmuseum Stuttgart, Nikolauspflege, wir sind Babel, DRAMA KÖLN, Goethe-Institut Belgrad